Das Schicksal der Klischees.

Hallo wunderbare Lesewesen, schön seid ihr wieder da.

Klischees

Wenn man Geschichten erzählt, kommt man ohne sie fast nicht aus. Sie sind ein einfacher Weg um dem Zuhörer, Zuschauer oder Leser auf schnelle Weise einen Inhalt oder ein Konzept zu vermitteln. Das sind Erzähltechniken, die so oft verwendet worden sind, dass wir bereits wissen, was gemeint ist oder was als nächstes passieren wird.

Beispiele:

  • Junger Mann, in schwarzer Kleidung, mit Dreitagebart, der gegen die Wand lehnt und eine Sonnenbrille trägt? Ja, das ist der Antiheld, oder „Bad Boy“.
  • Naiver Held wird auf der Strasse angerempelt? Logisch, er ist seine Brieftasche oder Wertgegenstände los.
  • Lippenstift auf dem Hemd? Oho, der Mann hat eine Affäre.

Klischees sind nicht unbedingt etwas Schlechtes. Je nachdem, wie man sie einsetzt, kann man Erwartungen wecken und sie dann ins Gegenteil verkehren. Oder man nutzt sie, um dem Leser eine Situation mit wenigen Worten zu vermitteln, anstatt sich in langwierigen Erklärungen zu verwickeln. Es kommt immer darauf an, wie sie eingesetzt werden.

Heute stelle ich euch ein Klischee vor, das sehr oft genutzt wird, im Fantasy oder Science Fiction Genre.

Ich verwende es in Finsternis, dem zweiten Teil von „Die Legende von Fin„, allerdings mit einem kleinen Kniff.

Ich präsentiere euch:

„Weil es das Schicksal so will“,

weil es das Schicksal so will

auch bekannt als: „Du kannst das Schicksal nicht bekämpfen.“

Dieses Klischee kommt recht häufig zum Zug, wenn es eine Prophezeiung, eine Auserwählten oder ähnliches Vorwissen über zukünftige Ereignisse gibt. Die Figuren im Buch akzeptieren dieses Wissen als unvermeidlich und werden alles in ihrer Macht stehende tut, um das Schicksal deswegen zu realisieren. Ich habe auch ein paar Anwendungsfälle für euch, die ihr sicher kennt.

Der Held ist ein lausiger Schwertkämpfer und kann seine Trainingsmontage aus der Hölle nicht überstehen. Er gibt auf. Die Welt ist verloren. Keine Sorge, eine „Du kannst es, weil es dein Schicksal ist“ Ansprache vom Mentor später und unser Held schlägt sie alle, entgegen jeder Logik, ganz egal wie talentiert und erfahren sie sind. Weil Schicksal.

Oder kennt ihr den Bösewicht, der die Welt zerstören will, obwohl er damit auch sich und seinen Angehörigen schadet? Ja. Er ist nur böse, weil es sein Schicksal ist.

Oder die religiösen Orden, Mystiker und Weisen, die dringend benötigte, magische Gegenstände nicht herausrücken wollen, weil die Zeit dafür noch nicht reif ist? Schliesslich darf nur der Auserwählte die Welt retten und nicht irgendein dahergelaufener, besorgter Bürger.

Natürlich lässt sich dieses Klischee auch ins Gegenteil verkehren. Charaktere, die sich gegen das Schicksal oder eine Prophezeiung auflehnen.

Beispiele:

  • Yu-Gi-Oh! Die ganze Anime Serie dreht sich um dieses Klischee (und das der Macht der Freundschaft)
  • Terminator: Alles nur, weil er John Connor ist.
  • Slumdog Millionär. Steht auf dem Filmplakat.
Slumdog

Fox Searchlight Pictures

Habt ihr dieses Klischee in einem Film oder Buch gesehen? Für alle unter euch die Schreiben, welche Klischees verwendet ihr gerne? Ich freue mich darauf eure Kommentare zu lesen.

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