Ein gutes Herz haben

Hallo wunderbare Lesewesen

Es ist wieder Zeit für Eure Fragen und meine Antworten. Ich sammle alle Fragen, die ihr mir einsendet und veröffentliche sie zusammen mit meiner Antwort hier – nur mit Erlaubnis des Fragestellers.

Warum sagt man: „Du hast ein gutes Herz”, wenn es doch das Gehirn ist, das entscheidet, ob ein Mensch Gutes oder Schlechtes tut?

Das ist eine alte Metapher, die vor den modernen Neurowissenschaften geprägt wurde und sich in unserem Sprachgebrauch verankert hat.

Herz oder Gehirn

 

Eine Metapher ist ein Stilmittel, das genutzt wird, wenn ein Satz oder Wort nicht wörtlich gemeint ist, sondern im übertragenen, bildhaften Sinne.

Wenn man aus allen Wolken fällt, hat das nichts mit Wolken zu tun.

Also ist nicht wortwörtlich das Herz gemeint, sondern das Herz als Symbol für Gefühl, Güte und Altruismus.

Und warum ausgerechnet dem Herzen diese Symbolik zuteilwird, hat einen Grund.

In „grauer Vorzeit“ wurden Gefühle und Emotionen mit dem Herzen in Zusammenhang gebracht, da der Brustkorb, ziemlich stark schmerzen kann, wenn man emotional verletzt worden ist oder starke Gefühle hegt.

Daher kommt der Begriff, das gebrochene Herz. (Hat in dem Fall nichts mit Takotsubo-Kardiomyopathie zu tun)

Aus diesem Grund wurde die Fähigkeit Gefühle zu empfinden sowie Tapferkeit, Güte und Empathie auch mit dem Herzen in Verbindung gebracht.

Deswegen ist ein gutes „Herz“ ein Zeichen für einen guten Menschen. Das schechte „Herz“ ein Zeichen für das Gegenteil, da diese Person angeblich keine positive Gefühle empfinden und weitergeben kann.

Und Metaphern bleiben bestehen, selbst wenn der ursprüngliche Kontext längst wissenschaftlich widerlegt worden ist.

Warum? Weil sie funktionieren.

Wie ihr wisst, bin ich keine Sprachwissenschaftlerin oder Historikerin. Trotzdem freue ich mich über eure „Likes“ und Kommentare.

Wenn ihre eine Frage habt, auf die ihr eine Antwort von mir wollt, dann meldet euch hier über meine Webpage. Alle Fragen werden anonym behandelt und nur mit vorgängiger Zustimmung veröffentlicht.

Wenn ihr wissen wollt, warum ich soviele Fragen beantworte, könnt ihr das hier nachlesen.