Schwing… Messer und Schwerter

Hallo liebe Lesewesen, schön seid ihr da.

Film und Realität klaffen oft auseinander. Manchmal ist das auf den ersten Blick klar und in anderen Fällen haben wir etwas so oft im Film gesehen, dass uns das richtiger erscheint, als die Realität. Und genau diese Fehler will ich in der Serie «Das geht nur im Film» aufdecken.

Da geht nur im Film

Dieses Mal zum Thema Messer und Schwerter.

  1. Schwing
    In den Filmen macht nahezu jedes Messer oder Schwert (oder Brieföffner), das gezogen wird ein dramatisches Geräusch. Schwing. Ob es aus der Manteltasche kommt oder aus einer Schwertscheide, aus weichem Leder oder aus einer Schublade. Schwing. Im echten Leben sind Messer weniger theatralisch. Versucht es Zuhause.
  1. Gefuchtel
    Wenn im Film ein Messer gezückt wird, dann wird es oft in einem schlechten Griff gehalten und/oder gefuchtelt. Der Angreifer zückt das Messer (siehe Schwing) und schwenkt es effektvoll vor der Nase des Helden hin und her, damit der Held ja genug Zeit hat, um den bewaffneten Bösewicht abzuwehren. Im echten Leben wird jeder Möchtegern Mörder, der kein kompletter Idiot ist, das Messer verborgen halten und es erst im allerletzten Moment hervorholen, um dem Opfer keine Gelegenheit zu geben den Stich abzuwehren.
  2. Rückenholster
    Rückenholster sehen wir in Filmen ständig. Der Held hat das Schwert auf dem Rücken, fängt an es zu ziehen und in der nächsten Bild hat er es in der Hand. Ich würde ziemlich viel darauf wetten, dass ihr keinen Film kennt, wo der Held das Schwert in seiner Gänze aus dem Rückenholster zieht. Warum? Weil die meisten Schwerter länger oder gleich lang sind, wie ein Arm. Und wenn der Schwertkämpfer kein Schlangenmensch ist, wird er es nur mit ganz grosser Mühe oder gar nicht aus einem Rückenholster ziehen können. Es ist äusserst unpraktisch das Schwert auf dem Rücken zu tragen, besonders wenn man es schnell ziehen muss.

Bonus Runde:

Es gibt einen Grund, warum Messer immer noch in Kämpfen verwendet werden, trotz der Verfügbarkeit von Schusswaffen. Sie sind einfach im Ärmel zu verstecken, machen keinen Lärm und können jemanden mit einem einzigen wohlplatzierten Stich töten. Das mehrfache Einstechen (nicht Schneiden), das in Filmen so populär ist, ist in den allermeisten Fällen nicht nötig. Wenn eine Hauptschlagader oder ein Organ getroffen ist, ist die andere Person in der Regel kampfunfähig oder gar tot. Schnell, leise, effektiv.

Kennt ihr weitere Messerfehler in Filmen?

Wollt ihr weitere Filmfehler? Dann sieht euch diese an: